Billiger Telefonieren

Viele Verbraucher informieren sich seit Jahren nahezu täglich darüber, wo billig telefoniert werden kann. Damit sind nicht nur Tarife von Handyverträgen gemeint. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Methoden aktiv werden zu können. Wir wollen Ihnen im Folgenden unterschiedliche Herangehensweisen, Anbieter und Informationen bieten, wie Sie günstiger telefonieren können. Wir klären Sie über Billigvorwahlen, R-Calls, günstige Auslandsgespräche sowie weitere Sparmodelle auf und beantworten viele offene Fragen.

Billigvorwahlen oder auch Call-by-Call

Sogenannte Billigvorwahlen sind schon seit sehr langer Zeit beliebt. Sie müssen dabei jedoch verschiedene Dinge beachten. In der Regel handelt es sich hierbei nicht um fixe Tarife oder eine vertragliche Übereinkunft. Die Abrechnung wird separat über die jeweilige Festnetzrechnung oder Handyrechnung vorgenommen. Sie müssen dabei jedoch unterschiedliche Sachverhalte in Betracht ziehen. Wichtig ist in Erfahrung zu bringen, wie viel Sie pro Einheit zu zahlen haben. Dazu finden Sie im Internet eine Fülle an Vergleichsportalen. Des Weiteren bieten viele Billigvorwahlen eine Ansage der Tarife. Somit haben Sie vor dem Gespräch Gewissheit, dass der jeweilige Tarif auch wirklich zutrifft. Innerhalb von Österreich ist es ohne Probleme möglich unter einem Cent in das Festnetz telefonieren zu können.

Wir weisen Sie außerdem darauf hin, dass die Taktung zu beachten ist. Die Taktung beschreibt, inwiefern die Abrechnung vorgenommen wird. Wir machen nun ein Beispiel, um Ihnen dieses Anliegen ein wenig näher bringen zu können. In der Regel finden Sie auf Vergleichsportalen eine Spalte mit der Taktung. Sie werden dort Zahlen lesen, die durch ein Symbol getrennt sind (Beispiel: 60/60). Die erste Zahl bezieht sich darauf, wie die erste Minute verrechnet wird. Diese wird in der Regel immer komplett verrechnet, sodass Sie fast immer eine 60 (für 60 Sekunden-Taktung) vorfinden werden. Interessanter ist hierbei die zweite Zahl. Diese gibt wieder, wie die Verrechnung ab  der zweiten Minuten verlaufen soll. Steht wiederum eine 60 da, wird im Minutentakt abgerechnet. Sollten Sie jedoch beispielsweise eine 1 lesen, heißt das, dass Sie keine Sekunde zu viel zahlen. Diese Abrechnungen sind jedoch selten. Vermeiden Sie außerdem Billigvorwahlen, die beispielsweise eine Taktung von 300/300 haben. Sie wissen schließlich niemals genau, wie lange ein Telefonat dauert bzw. wäre es unhöflich genau dann aufzulegen, wenn eine neue Taktung einsetzt.

Wie bereits erwähnt, muss an die jeweilige Billigvorwahl keine Grundgebühr oder ähnliches verrichtet werden. Die Gespräche erfolgen über eine sogenannte Zugangsnummer, etwa 0810 xxxx. Diese Zugangsnummer wird auf der Telefonrechnung extra ausgewiesen, sodass Sie einen Überblick hinsichtlich der Kosten wahren können. Meistens ist es jedoch nicht möglich diese Billigvorwahlen in einer Telefonzelle oder bei einem Handy nutzen zu können – sondern einzig über das Festnetz. Um ganz sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen sich eingehend zu informieren. Im Internet erhalten Sie dazu schnell eine Antwort.

R-Call – Sollen doch die anderen zahlen

Ein R-Call oder auch ein R-Gespräch ist ein Telefonat, wobei nicht die Person, die den Anruf tätigt die Kosten übernimmt, sondern die Person, die das Telefonat entgegennimmt. Ganz so einfach funktioniert diese Prozedur jedoch nicht. Der Angerufene muss zuerst zustimmen, bevor die Kosten übernommen werden können. Allerdings sind die Kosten für ein derartiges Gespräch höher als für einen herkömmlichen Anruf. Des Weiteren kann die Herstellung der Verbindung automatisiert sowie per Hand geschehen.

In Österreich ist diese Methode seit Anfang der 2000er Jahre möglich. Allerdings ist das Konzept nicht ganz unumstritten. Wir wollen Ihnen dennoch möglichst objektiv davon berichten. Bei einem R-Gespräch ruft der Teilnehmer in der Regel eine kostenlose Nummer an. Abhängig davon, ob der Vorgang nun automatisiert ist oder nicht, muss die Nummer des Teilnehmers, der angerufen werden will, mitgeteilt oder eingeteilt werden. Alternativ gibt es auch Vorwahlen, die sowohl vom Festnetz als auch Mobilnetz oder von der Telefonzelle aus angewählt werden können. Allerdings ist das auch immer abhängig vom Provider des Teilnehmers, der erreicht werden will. Bevor Sie aktiv werden, sollten Sie sich im Internet informieren.

Natürlich bestehen auch gewisse Risiken. Im Eifer des Gefechts nehmen beispielsweise Sie ein R-Gespräch an, wurden nicht über die Kosten informiert und wundern sich zum Ende des Monats über Ihre Telefonrechnung. Vor allem aber das Werbe-Prinzip „kostenlos telefonieren“ führte einige Verbraucher, vor allem aber Kinder und Jugendlich in die Irre. Heutzutage ist diese Variante nicht sehr weit verbreitet und im Endeffekt überflüssig. In diesem Fall sollten Sie lieber zu Billigvorwahlen greifen.

R-Call kurz zusammengefasst

  • der angerufene Teilnehmer übernimmt die Kosten
  • wesentlich teurer als herkömmliches Telefonat
  • teilweise undurchsichtige Kostenpolitik

VoIP – Billig über das Web telefonieren

Die Internet-Telefonie ist inzwischen keine allzu neue Erfindung mehr. Dennoch nutzen relativ wenige Verbraucher diese durchaus attraktive Möglichkeit ein Telefonat zu führen. National wie auch international sind die Preise für Gespräche sehr lukrativ. Dabei hat sich auch die Qualität in den letzten Jahren massiv verbessert. Das wiederum hängt jedoch stark damit zusammen, welchen Provider Sie ausgewählt haben. Des Weiteren stehen Ihnen viele nützliche Zusatzfunktionen zur Verfügung, vor allem dann, wenn Sie VoIP am PC durchführen.

Zumeist gibt es nur wenige Voraussetzungen zu erfüllen, auch abhängig davon, welchen Hardware-Weg Sie einschlagen. Eine Grundvoraussetzung ist natürlich ein Internet-Anschluss. Viele Anbieter empfehlen Ihnen dahingehend einen Breitbandanschluss. Dieser Empfehlung schließen wir uns an. Wenn Sie zusätzlich noch Videotelefonie betreiben wollen, ist ohnehin ein Breitbandanschluss vonnöten. Zum Telefonieren über das Web können Sie anschließend unterschiedliche Wege einschlagen, dies ist wiederum davon abhängig, welche Anbieter Sie bevorzugen.

Weg 1 läuft über ein VoIP Telefon. Sie können in der Regel auch ein herkömmliches Telefon mit Hilfe eines Adapters umwandeln. Weg 2 führt über eine Software. Das heißt, dass Sie an Ihrem PC ein Headset anschließen, dabei sollten Sie darauf achten nicht das billigste Modell zu nehmen, auch dadurch kann ein Qualitätsverlust entstehen, vor allem beim Mikrofon. Daraufhin kaufen oder laden Sie sich eine Software. Es gibt Freeware aber auch zu bezahlende Software.

Die weiteren Voraussetzungen und Schritte sind wiederum von Provider zu Provider unterschiedlich. Einige Lösungen fordern einzig eine Anmeldung von einem Benutzerkonto, das unter anderem mit Bankdaten versehen werden muss. Oder Sie können Guthaben, dem Prepaid-Modell ähnlich, aufladen. Andere Anbieter bieten Ihnen die Einrichtung bzw. Anmeldung einer SIP-Adresse an. Dieses Protokoll ist inzwischen in der VoIP sehr weit verbreitet. Sie dürfen diese Adresse nicht mit einer Telefonnummer verwechseln. Sie können diese Adresse eher mit einer E-Mail-Adresse vergleichen. Wenn Sie die Zugangsdaten besitzen, können Sie von überall aus auf dieser Welt telefonieren bzw. angerufen werden.

So telefonieren Sie billig in das Ausland

Für dieses Vorhaben gibt es nun wiederum viele unterschiedliche Maßnahmen, die Sie treffen können. Zwei davon haben wir Ihnen bereits vorgestellt. VoIP und Billigvorwahlen über das Festnetz. Bei Billigvorwahlen empfehlen wir Ihnen im Internet die Tarifliste zu durchblicken. Somit können sie schnell und unkompliziert einsehen, für welchen Staat wie viel Cent pro Minute zu zahlen sind. Der Vorgang ist dabei denkbar einfach. Sie wählen aus der jeweiligen Tarifliste die Nummer aus und rufen diese an. Wenn die Verbindung hergestellt wurde, können Sie die Länderkennung, Vorwahl sowie die Rufnummer eingeben. Der genaue Vorgang kann sich jedoch von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.

Sie können jedoch auch auf entsprechende Handytarife oder Zusatzpakete in Ihrem Vertrag des Mobiltelefons zurückgreifen. Viele Mobilfunkbetreiber bieten Sonderpakete an, wenn Sie beispielsweise in einem anderen Staat Urlaub machen oder aber viel Verwandtschaft in diesem Staat wohnt.

Eher modernere Varianten, die sich komplett kostenlos gestalten, sind sogenannte Instant-Messenger. Früher fungierten diese Messenger als reine Nachrichtenüberbringer. Heutzutage lassen sich damit Videokonferenzen und Telefonate führen. Der Vorteil dabei ist, dass Sie in der Regel kostenlos sind. Dank mobilem Internet sind diese Dienste auch von unterwegs aus zu bedienen. Bekannte Vertreter sind Skype oder Viber. Im Gegensatz zu Diensten, die Sie zu bezahlen haben, müssen Sie jedoch oftmals Abstriche hinsichtlich der Qualität machen. Wenn sie Ihr Handy unterwegs dazu nutzen, sollen Sie außerdem darauf achten, ob zusätzliche Kosten für den Traffic anfallen, falls Sie keine Datenflatrate haben sollten.

Beim Handytarif Geld sparen

Wie schon erwähnte dient auch das Handy als günstiger Helfer in der Not. Dabei gibt es nun unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie aktiv werden können. Zum einen gibt es Vertragsmodelle, die geradezu für Auslandsgespräche gemacht sind. Problem hierbei ist jedoch, dass sich der günstige Tarif auf nur einen Staat beschränkt. In Österreich beliebt sind beispielsweise die Türkei oder Deutschland. Wenn Sie in diesem Land jedoch viele Bekannte und Verwandte haben, sind lukrative Preise und Tarife die Folge.

Beim Tarif selbst können Sie sparen, indem Sie beispielsweise einen Diskont-Mobilfunkanbieter ins Auge fassen. Dabei haben Sie keine SIM-Pauschale, die Aktivierungsgebühr fällt in der Regel auch Weg. Sie profitieren davon, dass Sie keine vertragliche Bindung eingehen. Dabei werden aktuell zwei Modelle verfolgt. Zum einen erhalten Sie den klassischen Predpaid-Tarif. Sie zahlen nur das, was Sie auch verbrauchen. Die Konditionen sind dabei nicht allzu günstig. Auf der anderen Seite gibt es Pakete mit Grundgebühr, die jedoch monatlich kündbar sind. Diese Pakete sind eine wohlbalancierte Mischung aus guten Konditionen und relativ niedriger Verbindlichkeit.

Abschließend weisen wir Sie noch auf sogenannte SIM-Only Angebote hin. Im Endeffekt beschreibt dieses Modell, dass Sie zur SIM-Karte kein Handy erhalten. Bei vertraglichen Tarifen profitieren Sie davon, dass die monatliche Fixgebühr gesenkt wird. Wenn Sie bereits ein Handy haben und damit zufrieden sind, können wir dieses Angebot sehr empfehlen. Bei Wertkarten bzw. Predpaid-Tarifen gibt es  zumeist kein Handy dazu, und wenn schon, dann kein allzu neues Modell.

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