BOB

In der Werbung sind oftmals nur die großen Mobilfunkanbieter zu vernehmen. Sie verfügen über ein großes Werbe-Budget und leben in gewisser Hinsicht auch von der Präsenz in den Medien. Bei einem Billig-Mobilfunkanbieter gestaltet sich der Sachverhalt ein wenig differenzierter. Natürlich wird ebenfalls Werbung geschaltet, doch sollen eher das Angebot und attraktive Preise locken. Interessant ist hierbei, dass hinter Billig-Mobilfunkanbietern in der Regel große Unternehmen stecken. Im Fall von bob ist das die A1 Telekom Austria. Als Tochtergesellschaft soll sie Kunden einer anderen Zielgruppe anlocken.

So funktioniert das Modell bob

Nun mag die Frage aufkommen, ob es denn überhaupt Sinn macht, dass das Unternehmen sich in verschiedene Tochtergesellschaften aufteilt. Diese Frage muss mit einem klaren Ja beantwortet werden. Jedes Unternehmen ist darauf bedacht ein gewisses Image zu pflegen. Es ist jedoch einigermaßen schwierig, Business-Kunden und Schnäppchenjäger gleichermaßen zufriedenzustellen. Es sind schließlich gänzlich unterschiedliche Anforderungen. Die einen Kunden wollen einen Service mit Wohlfühl-Faktor, anderen Kunden ist einzig der Tarif bzw. der Preis ein Anliegen. Der Billig-Mobilfunkanbieter bob verfolgt eine klare Linie. Günstige Preise und attraktive Tarife. Es sollen Tarife geboten werden, die einem Vertrag zwar sehr stark ähneln, jedoch keine Grundgebühr und keinen Mindestumsatz beinhalten. Das war zumindest die anfängliche Idee. Vor allem Kunden, die sporadisch telefonieren oder SMS schreiben, zahlen in Vertragsverhältnissen in der Regel drauf. Doch auch bei den Billig-Mobilfunkanbietern wie bob ist ein Wandel zu vernehmen. Vertragsähnliche Verhältnisse mit einer Grundgebühr sind inzwischen zum Standard geworden.

Was Sie als Kunde erwarten können

Bei diesen Pseudo-Vertragsverhältnissen genießen Sie jedoch einen entscheidenden Vorteil. Sie können monatlich kündigen. Sie unterschreiben einen Vertrag, profitieren von guten Konditionen und können bei Bedarf jeden Monat den Vertrag auflösen. Überhaupt hat sich das Angebot stark verändert. Früher, also keine Pakete mit Freiminuten und Frei-SMS von Billig-Mobilfunkanbietern vertrieben wurden, lag der Fokus auf dem Telefonieren und SMS Schreiben. Vor einigen Jahren wurde das Sortiment um das mobile Internet erweitert. Mit Hilfe eines USB-Sticks konnte der Kunde mit seinem Laptop von überall aus ins Internet gehen. Der Traffic wurde pro GB bezahlt. Das heißt, dass auch nur das gezahlt wurde, was in Gebrauch war, im Gegensatz zu einem Vertragsverhältnis. Heutzutage bieten auch Billig-Mobilfunkanbieter vertragsähnliche Tarife, die sogar für Smartphones attraktiv sind.

Problemstellung zwischen yesss und bob

In der Regel hat ein Großunternehmen im Mobilfunksektor in einem jeweiligen Land nur einen Billig-Mobilfunkanbieter. Hin und wieder werden auch Kooperationen geschaltet, wie bei S-budget Mobile, welches mit tele.ring bzw. T-Mobile Austria zusammenarbeitet. Anfang 2013 fand die Übernahme von Orange durch 3 statt. A1 schlug zu und sicherte sich den Billig-Mobilfunkanbieter yesss. Schon damals wurde der Sachverhalt mit kritischen Blicken beäugt. Seit kurzer Zeit sind die Folgen zu vernehmen. Die Tarife von bob werden angehoben, sodass yesss und bob nicht in direkter Konkurrenz stehen. Die Muttergesellschaft begründet das Vorgehen damit, dass die beiden Marken unterschiedliche Produkte bieten. Dem kann nur bedingt zugestimmt werden. Während yesss auf Wertkarten setzt, bietet bob vertragsähnliche Tarife. Jedoch sind bzw. waren die Konditionen dafür relativ ähnlich. Als Kunde ist es deshalb nun besonders wichtig die Tarife zu vergleichen, um eine möglichst günstige Alternative finden zu können.

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