Breitband Internet

Wie der Webzugang funktioniert und welche Prozesse dahinter verborgen sind, wissen nur wenige Verbraucher. Das Problem daran ist sicher auch, dass der Fortschritt dermaßen schnell vonstattengeht, dass sämtliche Bereich des Webs auch nicht verstanden werden können. Wir wollen Ihnen deshalb im Folgenden Abschnitt einen Ratgeber bieten, der Sie über verschiedene Begriffe aufklären wird. Wie funktioniert der Webzugang? Was steckt dahinter? Welche Geschwindigkeiten sind aktuell möglich und was bringt die Zukunft? Welche Anbieter gibt es in der Alpenrepublik? Und was hat es mit den Kombiangeboten auf sich? Diese Fragen und Sachverhalten werden wir nach und nach versuchen aufzuklären.

Um zu begreifen, warum die Thematik überhaupt derart komplex ist, müssen Sie sich vor Augen führen, wie alt das Internet eigentlich ist. Überlegen Sie genau, seit wann Sie diese Plattform regelmäßig nutzen. Die meisten Verbraucher werden die ausgehenden Neunziger als Einstieg in die Materie nennen. Zu dieser Zeit fand wohl auch der erste große Boom stand. Das Breitbandweb war geboren. Im Endeffekt konnte nahezu jeder Verbraucher auf diese Technologie zurückgreifen. Und nun überlegen Sie mit welcher Geschwindigkeit Sie damals durch das Web „gegurkt“ sind und welche astronomischen Geschwindigkeiten in der heutigen Zeit möglich sind. Streaming, VoIP, soziale Netzwerke, Facebook, YouTube, mobiles Surfen und noch vieles mehr. All diese Plattformen wären ohne den Webzugang nicht zu realisieren gewesen. Vor allem aber der massive Ausbau des Breitbandinternets hat nachhaltig dazu beigetragen.

Deshalb wollen wir Ihnen nun ein paar aktuelle Zahlen der Statistik Austria präsentieren. Wie viel Prozent der Bewohner der Alpenrepublik verfügen über einen Wegzugang respektive einen Computer? Laut einer vor kurzem durchgeführten Umfrage liegt der Wert bei knapp 81 Prozent. Des Weiteren ist von Interesse, wie viele Einwohner denn über Breitbandinternet verfügen. Per Ausschlussverfahren ist diese Zahl relativ einfach darzustellen. 10,4 Prozent der Haushalte haben einen sogenannten Schmalbandwebzugang. Dieser erfolgt über ein Analog-Modem, ISDN sowie GPRS, welches durch Handys oder ein entsprechendes Modem realisiert werden kann. Das heißt, dass grob 70 Prozent der Einwohner der Alpenrepublik über einen Breitbandwebzugang verfügen. Dabei greifen 58,8 Prozent auf eine feste Breitbandverbindung und 48,1 Prozent auf eine mobile Breitbandverbindung zurück. Manche Haushalte verfügen über beide Technologien, weshalb die kumulierten Werte 100 übersteigen.

Erklärung von DSL

Machen wir uns also langsam auf die Suche nach dem Ursprung des Breitbandinternets. Ein Begriff ist an dieser Stelle natürlich sehr elementar. Die Digital Subscriber Line. Diese Technologie stellt den Schlüssel des modernen Webzugangs dar. Doch wie kam es überhaupt so weit? Den Anfang machte das Analog-Modem. Das damalige Tempolimit von 56 kbits entsprach jedoch nicht der Grenze der Leistungsaufnahme der Kupferkabel. Wie die Technologie der Digital Subscriber Line zeigt, sind Kupferkabel zu weitaus mehr in der Lage. Problematisch war, dass die Signale des Analog-Modems in einer Vermittelstelle umgewandelt werden bzw. digitalisiert wurden, und zwar in 64-kbit-ISDN. Und genau dieser Prozess, der einen Umsetzer benötigte, hat die maximale Datenrate vorgeschrieben. Mit der Zeit wurden bessere Umsetzer konstruiert, so konnte deutlich mehr Bits pro Sekunden durch die Leitungen gejagt werden. Das war die Geburtsstunde des Breitbandwebzugangs.

Ganz so simpel war der Sachverhalt nun auch nicht. Die Frequenzbereiche spielen ebenfalls eine große Rolle. Der Telefonverkehr wurde über eine Frequenz von bis zu 4 kHz belegt – jedoch erlauben Kupferkabel eine wesentlich höhere Frequenz. In der Folge wurden diese Frequenzen jedoch aufgeteilt, sodass während dem Transfer keine Störgeräusche entstehen können. Dadurch leistet dieses Technologie Übertragungsraten von 50 mbits und mehr. Allerdings wird die Transferrate zu meist reduziert, um wiederum gegenseitige Störungen vermeiden zu können.

Außerdem existent sind verschiedene Varianten, die wiederum eine verschieden hohe Bandbereite liefern. Den Anfang machte ADSL, welches später in ADSL2+ weiterentwickelt wurde und eine sehr hohe Bandbreite liefert. Die logische und noch schnellere Weiterentwicklung ist VDSL. In der Alpenrepublik wird auf diesen Standard jedoch nicht gesetzt. Vielmehr wird der Glasfaserausbau fleißig vorangetrieben, da auf Dauer gesehen wesentlich höher Transfergeschwindigkeiten möglich sind. Der Nachbar Deutschland mit der dortigen Telekom setzt jedoch auf einen Ausbau der VDSL-Struktur.

Des Weiteren gilt es entbündelte und gebündelte Varianten zu unterscheiden. Was sich im ersten Moment relativ komplex anhören mag, ist auf den zweiten Blick relativ einfach zu durchblicken. Bei einem gebündelten Anschluss handelt es sich um einen reinen Datenanschluss. Die Idee der Betreiber dahinter war den Festnetzanschluss zu ergänzen. Ein Splitter sorgt dafür, dass die Telefonleitung weiterhin die unteren Frequenzbereiche nutzt. Die bis dato ungenutzten oberen Frequenzbereiche werden nun einzig für die digitale Datenübertragung genutzt. Entbündelte Angebote sind auch dann gemeint, wenn einzig Interesse an einem Internetzugang ohne Telefon besteht.

Gebündelte Varianten beschreiben im Endeffekt die vorhandene Infrastruktur. Wenige Verbraucher haben einzig einen Webzugang, dabei aber kein Telefon oder etwa Fernsehen. Durch gebündelte Breitbandvarianten kann jedoch ein weiterer gravierender Vorteil erzielt werden. Die Bandbreite wird deutlich erhöht. Auf der Cebit 2013 wurden entsprechende Router vorgestellt, die viele unterschiedliche Technologien bündeln können. So lässt sich eine Mischung aus ADSL, VDSL, UMTS und LTE vorantreiben. Doch nicht nur die hohe Bandbreite ist als Vorteil zu betrachten. Die Verbindungen wären sehr stabil. Des Weiteren kann das Ausfallrisiko auf ein Minimum reduziert werden.

Wie funktioniert das Internet über Kabel?

Der Webzugang über das Fernsehkabel ist in der Alpenrepublik schon seit Mitte der Neunziger erhältlich. Unter anderem ist der flächendeckende Breitbandboom durch diese Technologie zu erklären. Im Endeffekt wird dafür das Kabelfernsehnetz verwendet, um den Haushalt mit einem Webzugang versorgen zu können. Nach der Möglichkeit über Telefonleitung bzw. ADSL ist das Kabelinternet die häufigste Internetlösung in Europa. Zwar sind die Zahlen bereits einige Jahre alt, verdeutlichen jedoch, dass das Kabelinternet sehr wichtig ist. Im Jahre 2006 haben in den 30 OECD Staaten 57 Millionen Einwohner ihr Breitbandinternet über Kabel bezogen.

Doch warum erfreut sich das Kabelinternet über so hohe Beliebtheit? Der Marktanteil liegt schließlich bei ca. 30 Prozent. Dies liegt zum einen daran, dass eine sehr hohe Netzabdeckung erzielt werden kann. Gewiss ist diese nicht so hoch, wie bei Telefonanschlüssen, jedoch dürfen Sie dabei nicht vergessen, dass jeder Kabelanschluss das Potential zu einem Breitbandanschluss hat.

Doch das ist natürlich nicht der einzige Grund. Zwei weitere Gründe spielen eine gewichtige Rolle. Nämlich die Geschwindigkeit. Das Fernsehkabel ist dem Datentransfer betreffend dem Telefonkabel um Längen voraus. Des Weiteren kann die versprochene Geschwindigkeit auch gehalten werden. Bei Wegzugängen über das Telefonnetz sind oftmals relativ hübsche Angaben zu vernehmen, jedoch handelt es sich hierbei um Maximalgeschwindigkeiten. Die Realität gestaltet sich ein wenig differenziert. Vor allem dann, wenn Sie in einer ländlichen Umgebung mit nicht allzu moderner Infrastruktur leben. Das Kabelnetz garantiert für hohe Geschwindigkeiten und kann in der Regel die Versprechungen auch einhalten.

Der aber wohl wichtigste Grund für die Popularität ist noch nicht gefallen: der Preis. Kabelinternet ist wesentlich billiger. Zumindest wenn die Tarife genauer inspiziert werden. Für die gleichen Leistungen fallen zum Teil 50 Prozent weniger Kosten an. Im weiteren Verlauf des Ratgebers werden wir Ihnen einige Tarife von Internetanbietern aus Österreich vorstellen. Sie werden feststellen müssen, dass tatsächlich gravierende Unterschiede zu vernehmen sind.

Top Speed – So gehts!

Kommen wir nun zu einem weiteren wichtigen Aspekt. Welche Geschwindigkeiten sind denn heute möglich? Abhängig davon, welche Technologie verwendet wird, ergeben sich unterschiedliche Bandbreiten. Des Weiteren wollen wir Ihnen im Zuge dieses Abschnitts Downstream und Upstream erklären.

Was also sind Downstream und Upstream? Bevor Sie sich mit der Geschwindigkeit eines Webzugangs auseinandersetzen ist es wichtig, dass Sie den Unterschied kennen. Der Downstream bezeichnet die Geschwindigkeit der Informationen, die bei Ihnen eingehen. Sie können dies alternativ auch als Downloadgeschwindigkeit bezeichnen. Der Upstream ist das genaue Gegenteil. Wie schnell kann Ihr Webzugang Informationen hochladen bzw. upstreamen bzw. uploaden? An dieser Stelle unterläuft vielen Kunden ein fundamentaler Fehler. Der Upstream wird komplett ausgeblendet, denn schließlich lade ich nur aus dem Web herunter, oder? Nicht ganz. Wenn Sie Nachrichten verfolgen, ist dies größtenteils der Fall. Doch der Webzugang lebt vom Austausch. Wenn Sie eine E-Mail verschicken, so laden Sie etwas hoch. Noch gravierender wird es bei Videotelefonie, wenn Sie Videos ins Web stellen oder wenn Sie Dateien mit anderen teilen. Im Zuge dessen ist der Upstream sehr wichtig.

Kommen wir nun zu den möglichen Geschwindigkeiten. Große Verbreitung genießen ADSL, welches 384 kbits Downstream bietet, und ADSL2+, welches bis zu 25 mbits Downstream leistet. Das TV-Kabel kann theoretisch bis zu 1,6 gbits und mehr erreichen, was unter anderem daran liegt, dass Glasfasern verbaut sind. Das reine Fibre to the Home oder auch Glasfaserkabel erreicht zumindest 1 gbits und mehr.

Was brauchen Sie nun für eine Geschwindigkeit um gut zurechtkommen zu können? Im weiteren Verlauf werden Sie Tarife vorgestellt bekommen. Die jeweils günstigsten sind in der Regel vollkommen ausreichend. In der Alpenrepublik erhalten Sie kaum einen Tarif, der unter 8 mbits Downstream leistet. Achten Sie jedoch genau auf den Upstream. Wenn Sie viel Videotelefonie und ähnlches betreiben, so sollte der Upstream mindestens 5 mbits betragen. Vor allem dann, wenn Sie Videotelefonie in HD betreiben wollen. Den Downstream betreffend empfehlen wir in einem normalen Haushalt 25 mbits. Ohne Probleme können mehrere Geräte gleichzeitig in Betrieb genommen werden. Während dem Surfen werden Sie keinen Makel feststellen können.

Welche Anbieter es in Österreich gibt

Beinahe genauso klein wie das Land selbst ist auch die Auswahl an Internetanbietern. Im Endeffekt gibt es nur drei große Provider. Hin und wieder finden sich auch regionale Betreiber, die jedoch in ihrer Fülle und auch zwecks mangelnder Relevanz nicht aufgezählt werden. Im ersten Abschnitt werden wir Ihnen die Unternehmen kurz vorstellen. Anschließend bekommen Sie einen Überblick, welche Tarife der jeweilige Konzern bietet.

Die Nummer 1 in der Alpenrepublik ist die A1 Telekom Austria. Der Konzern hat in den letzten Jahren einige Umstrukturierungen vorgenommen und vermarktet sich nun komplett über das Logo von A1. Dieser Konzern hat auf dem Mobilfunksektor und auch das Internet betreffend eine unglaubliche Vormachtstellung. 98 Prozent der Bewohner in diesem Land können mit Telefon und Webzugang versorgt werden. Außerdem sind 60 Prozent der Kunden, die über einen Festnetz Anschluss verfügen, Kunde bei diesem Konzern.

Die Nummer 2 ist der einzige Provider in Österreich, der A1 wirklich Konkurrenz machen kann. UPC hat den Hauptsitz in Wien und versorgt die Alpenrepublik nun schon seit bald 20 Jahren mit Breitbandinternet. Dieser Konzern hat die ersten Breitbandanschlüsse in diesem Land möglich gemacht. Über das Kabelnetz können 90 Prozent der Bewohner erreicht werden. Es sind jedoch „nur“ ca. 450.000 Verbraucher Kunde bei diesem Konzern. Der Konzern verfügt außerdem über eine komplett eigenständige Infrastruktur und ist, im Gegensatz zu anderen Betreibern, nicht von der Nummer 1 abhängig.

Der dritte Internetanbieter, der erwähnte werden muss, ist der schwedische Konzern Tele2. In Österreich werden um die 100.000 Kunden versorgt. Auch Tele2 verfügt über eine eigene Infrastruktur, nämlich Glasfasernetze, allerdings wird auch auf Infrastruktur der Nummer 1 zurückgegriffen. Im Gegensatz zu den Platzhirschen beschränkt sich dieser Provider einzig auf Telefon und Webzugang.

A1 bietet drei verschiedene Pakete an. Die günstigste Variante bietet 8 mbits Downstream und kostet 17,90 pro Monat. Glasfaser Power 16 und 30 bieten jeweils 16 bzw. 30 mbits Downstream und kosten aktuell 17,90, wobei sich dieser Preis auf die ersten drei Monate bezieht. Anschließend sind 22,80 sowie 27,80 zu löhnen.

Der zweitgrößte Internetanbieter UPC offeriert dahingehend zwar die etwas teureren, aber wesentlich schnelleren Tarife. Mit Fiber Power Super und Fiber Power Ultra greifen Sie auf das schnellste Internet in der Alpenrepublik zurück. Das günstige Angebot gibt es aktuell für 19,90 für die ersten sechs Monate, anschließend sind 24,90 zu zahlen. Das Luxuspaket kostet 49,90. Sie greifen dabei auf Bandbreiten von 75 bzw. 150 mbits zurück.

Tele2 bietet wiederum drei Tarife, wobei alle drei mit dem Produkt Telefon gekoppelt sind. Sie zahlen für den günstigsten Tarif 17,80 und erhalten einen Downstream von 8 mbits. Speed 20 und Speed 30 sind aktuell für 17,80 bzw. 24,90 zu haben, wobei sie dieser Preis wiederum auf die ersten drei Vertragsmonate bezieht. Anschließend muss 24,90 bzw. 29,90 bezahlt werden.

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