Mobiles Internet

Die Mobilfunkbetreiber in Österreich, wie A1 oder T-Mobile, legen einen immer größeren Wert auf das Web für unterwegs. In den letzten Jahren hat sich der Alltag der Verbraucher in Österreich stark verändert. Wir sind ständig erreichbar, permanent online und können zu jedem Zeitpunkt im Web stöbern. Mobiltelefone und entsprechende Tarife haben diesen Trend vorangetrieben. Vor allem aber der Fakt, dass sich nahezu jeder Verbrauch einen solchen Tarif leisten kann, verdeutlicht die Wichtigkeit der Thematik. Dabei ist die Geschichte des mobilen Internets nicht allzu alt. Begonnen hat der Geschwindigkeitsrausch mit dem 2G-Netz. GPRS bot eine Bandbreite von knapp 56 kbit/s. Damals war das eine Revolution. Die Weiterentwicklung nannte sich EDGE. Ein Tarif mit dieser Technologie erlaubte eine Bandbreite von 236,8 kbit/s.

Doch erst die dritte Generation brachte das Fass zum Rollen. Den Anfang machte UMTS. Wenn Sie sich noch erinnern sollten, gab es Anfang der 2000er Jahre eine massive Bieterschlacht um die Frequenzen dieser Technologie. Die Weiterentwicklung waren HSDPA, HSUPA sowie HSPA+. Diese Technologien entsprechen dem heutigen Standard. Die Bandbreite liegt bei bis zu 28 mbit/s. Wie die Zukunft aussieht, erklären wir Ihnen später. Die LTE-Technologie wird ein wenig genauer beleuchtet. Falls Sie sich fragen sollten, was kbit/s und mbit/s zu bedeuten haben, klären wir Sie kurz auf. Ein Byte entspricht acht Bit. Der Speicher auf Ihrem Computer wird beispielsweise in Byte angegeben, als Megabyte oder Gigabyte. Im Netzsektor sprechen wir jedoch von Bits. Also entspricht eine Bandbreite von 30 Megabits pro Sekunde ungefähr 3,75 Megabyte pro Sekunde.

Mobiles Internet Vergleich



Außerdem weisen wir Sie darauf hin, dass in gewisser Hinsicht auch das WLAN dem mobilen Web zugehörig ist. Bedingt durch den Ausbau der Infrastruktur profitieren Sie an so vielen öffentlichen Plätzen von einer kostenlosen Versorgung. Wir wollen Sie nun jedoch ein wenig tiefer in die Materie entführen. Brauchen Sie Internet für unterwegs? Gibt es Nachteile? Macht die Verwendung zu Hause Sinn? Was genau ist LTE? Und welche Hardware brauche ich? Wir werden auf diese Fragen eingehen und Ihnen viele Antworten bieten können.

Eignet sich mobiles Internet für Sie?

Diese Frage zu beantworten ist relativ schwierig. Im Endeffekt könnten Sie sich ebenfalls die Frage stellen, ob das Web überhaupt notwendig für den Alltag ist. Wir wollen jedoch keine philosophische Diskussion vom Zaun brechen, sondern konstruktive Anreize setzen. Als erstes müssen Sie sich die Frage nach dem Konsum stellen. Wie viel Zeit verbringen Sie im Internet? Haben Sie das Gefühl, Sie brauchen mehr Zeit oder sind Sie bereits gut versorgt? Machen Sie sich außerdem bewusst, in welchen alltäglichen Situationen Sie diese Technologie überhaupt nutzen können. Wenn Sie im Eigenheim über einen Internetanschluss verfügen, in der Arbeit ebenfalls Zugriff haben und in der sonstigen Zeit keine Avancen verspüren, dann erübrigt sich die Frage nach der Notwendigkeit.

Auf der anderen Seite machen Mobilfunkbetreiber, wie T-Mobile, ansprechende Werbung und preisen lukrative Tarife an. Es werden Bedürfnisse geweckt, die womöglich nicht vorhanden sind. Das hängt natürlich auch mit den Mobiltelefonen zusammen. Wer ein Handy bzw. ein Smartphone besitzt, der verfügt in der Regel über Internet für unterwegs. Im Endeffekt müssen Sie bereits beim Kauf eines Handys für sich entscheiden, ob diese Technologie notwendig ist. Viele Tarife lassen Ihnen dahingehend keine Wahl. Sie können das nun als positiv oder negativ auslegen. Um aber das Potential von einem modernen Handy ausschöpfen zu können, benötigen Sie unbedingt eine Anbindung an das Web.

Mobiltelefone sind heutzutage nicht mehr nur dafür da, dass SMS verschickt werden. Die SMS ist ohnehin von Konkurrenzdiensten wie WhatsApp oder Viber mehr oder weniger abgelöst worden. Wenn Sie sich also die Frage stellen, ob Sie einen entsprechenden Tarif benötigen, so fangen Sie doch bei Ihren eigenen Bedürfnissen an. Wollen sie morgens an Ihrem Handy die Zeitung lesen? Wollen Sie unterwegs mit Ihrem Tablet surfen oder spielen? Wollen Sie an schönen Sommertagen mit Ihrem Notebook am See im Web die Zeit vertrödeln? Oder aber benötigen Sie auf Reisen im Zug oder bei längeren Fahrten im Bus das Web, um Arbeitsaufgaben zu synchronisieren? Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten, das Internet zu nutzen, Sie werden garantiert einen Anbieter finden, der Ihnen entsprechende Tarife schmackhaft macht.

Mit welchen Nachteilen müssen Sie rechnen?

Machen Sie sich jedoch keinerlei Illusionen. Keine Technologie ist perfekt. Auch das Web-to-go hat gewisse Tücken. Dabei kommt es jedoch auf Ihre Nutzerbedürfnisse und ihr Nutzerverhalten an, inwiefern diese Nachteile wirklich zu Buche schlagen. Ein großes Problem ist die Geschwindigkeit. Nehmen wir an, Sie lesen an Ihrem Handy oder Tablet die Tageszeitung. Die benötigte Bandbreite ist niedrig, sodass keinerlei Probleme auftreten werden. Wollen Sie jedoch auf Streaming-Dienste zurückgreifen, etwa YouTube, dann kann eine niedrige Bandbreite schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Damit zusammenhängend müssen auch Funklöcher und die Netzabdeckung Erwähnung finden. Die Qualität des mobilen Internets ist nicht überall gleich.

Ein weiteres Problem ist die Drosselung bzw. die beschränkte Kapazität. Welcher Sachverhalt nun zutrifft, hängt vor allem davon ob, bei welchem Anbieter Sie einen Vertrag abgeschlossen haben. Heutzutage ist es üblich, dass Sie zwar unbeschränktes Datenvolumen haben, jedoch ab einer gewissen Grenze eine Drosselung greift, die das Surf-Vergnügen sehr stark einschränkt. Früher war es üblich, dass, wenn das Datenvolumen aufgebraucht war, Sie für weiteren Traffic zu zahlen hatten, und das nicht wenig. Diese Methode wenden jedoch einige Mobilfunkbetreiber immer noch an. Des Weiteren ergeben sich horrende Kosten, wenn Sie im Ausland diese Services nutzen wollen.

Als Nachteil kann auch die Preispolitik angeführt werden. Dies betrifft jetzt aber vor allem das Modell Wertkarte. Bei einer vertraglichen Übereinkunft sind die Konditionen in Ordnung, Sie sind jedoch an einen Anbieter gebunden, ähnlich wie beim Festnetz-Internet oder einem Handy-Vertrag. Wenn Sie nun auf das Modell Wertkarte mit USB-Stick zurückgreifen, wir erklären Ihnen die Hardwarefeinheiten später noch, greifen Sie auf das Prepaid-System zurück. Sie zahlen nur das, was Sie verbrauchen. Allerdings sind die Preise dafür enorm hoch. Zum einen müssen Sie den USB-Stick komplett zahlen, im Gegensatz zu einer festen Bindung, und Sie zahlen aktuell um die fünf Euro für einen Gigabyte Traffic. Zum Vergleich: Bei einer festen Bindung erhalten Sie 10 Gigabyte im Monat für ca. 10 Euro.

Die Nachteile auf einen Blick:

  •  niedrige Bandbreite, keine 100 prozentige Netzabdeckung
  • beschränkter Traffic (nach Aufbrauchen: Drosselung oder zusätzliche Kosten, abhängig von (Tarif bzw. Vertrag)
  • Services im Ausland sehr teuer
  • auf die Bandbreite und Leistung gerechnet relativ teure Tarife (vor allem mit Wertkarte)

Mobiles Internet auch zu Hause?

Auch diese Frage ist sehr interessant und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Wir beschränken uns aber vordergründig darauf, den aktuellen Sachverhalt darzulegen. Rentiert es sich also, auf Festnetz-Internet zu verzichten und dafür einen Tarif für mobiles Internet zu verwenden? Wiederum hängt diese Entscheidung von Ihren Bedürfnissen ab. Sie können dabei relativ viele Aspekte aus dem Kapitel „Nachteile“ herausnehmen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das mobile Internet kein Konkurrenzprodukt zum Festnetz-Internet. Das hat unterschiedliche Gründe. Das Verlangen nach Geschwindigkeit wird immer größer. Nehmen wir als Beispiel die Film- und Spieleindustrie her. Es ist ein klarer Trend zu vernehmen, demzufolge die Verbraucher in Zukunft viel weniger im Laden kaufen, sondern viel mehr streamen werden. Online-Videotheken und Online-Spielebörsen sind jetzt schon Realität. Sony und Microsoft stellen sich darauf ein, dass in absehbarer Zeit der Zwischenhändler wegfällt und Spiele für die Konsolen über das Internet gekauft und geladen werden. Dabei handelt es sich jedoch um riesige Datenmengen und Services, womit aktuell das Web für unterwegs komplett überfordert wäre.

Ein weiterer Faktor ist die Stabilität. Das mobile Internet unterliegt Schwankungen. Das ist nicht unbedingt auf die Netzabdeckung zurückzuführen. Viel mehr hängt dies davon ab, wie viele Nutzer aktuell an einem Sendemast dranhängen und wie stark dieser Sendemast beansprucht wird. Beim Festnetz-Internet haben Sie mehr oder weniger die Gewissheit, über eine konstante Verbindungsleistung verfügen zu können, selbst über WLAN.

Der wichtigste Faktor ist jedoch das Nutzerverhalten, welches bereits weiter oben Erwähnung gefunden hat. Wenn Sie nun hin und wieder E-Mails schreiben oder überprüfen, ein wenig die Nachrichten verfolgen und sich informieren, so reicht das Web-to-go vollkommen aus. Sollten Sie jedoch aufwendige Streaming-Dienste nutzen, online spielen, YouTube konsumieren oder Live-Events verfolgen, so führt um das Festnetz-Internet kein Weg herum. Noch nicht.

Mobiles Internet als Alternative:

  • Sie surfen nur sporadisch (E-Mails und Nachrichten)
  • Sie brauchen keine hohe Bandbreite
  • Sie stört es nicht, wenn das Internet hin und wieder ausfällt oder Schwankungen auftreten

Keine Alternative gibt es, wenn Sie…

  • viel surfen
  • viel Traffic erzeugen
  • vom Internet abhängig sind (beispielsweise durch Ihren Beruf)

Die Zukunft des mobilen Internets – LTE

Ist die Zukunft schon Gegenwart? Wenn Sie aktuell den Handy-Markt betrachten, so werden Sie feststellen, dass viele Tarife bzw. Zusatzpakete LTE enthalten. Üblicherweise ist in einem herkömmlichen Handytarif LTE noch nicht enthalten, sodass Sie ein Zusatzpaket buchen müssen. Bevor Sie jedoch überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, sollten Sie wissen, was LTE ist und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Wie Sie dem Anfang des Artikels entnehmen konnten, handelt es sich um einen Mobilfunk-Standard. LTE bildet dabei die vierte Generation, als Nachfolger von UMTS, HSDPA und Co. Die große Weiterentwicklung ist natürlich die wesentlich höhere Bandbreite. Bis zu 100 mbits sind in der Theorie möglich. Hier kommen wir jedoch zu einem Knackpunkt, der Praxistest erreicht diesen Wert nur selten. Bei hoher Belastung eines Sendemasts ist davon nur zu träumen. Dennoch steht es außer Diskussionen, dass diese Technologie die Zukunft darstellt. Um Bezug auf ein vorheriges Kapitel zu nehmen, ist LTE sicher auch ein Konkurrenzprodukt für das Festnetz-Internet, sofern die Bandbreite einigermaßen gewährleistet werden kann.

In Österreich ist LTE prinzipiell seit dem Jahr 2010 verfügbar. Damals führte T-Mobile eine Testphase in der Region Innsbruck durch. Inzwischen verfügt Innsbruck über eine Netzabdeckung von nahezu 100 Prozent. Andere Großstädte in Österreich, wie Wien oder Linz, haben ebenfalls schon eine Netzabdeckung jenseits der 90 Prozent. Geht es nach den Vorstellungen der großen Mobilfunkbetreiber in Österreich, soll in naher Zukunft im gesamten Land die Netzabdeckung bei über 90 Prozent liegen.

Nun aber gehen wir ein wenig auf die Tarife ein. Wie schon erwähnt, müssen Sie dafür zusätzlich löhnen. Dieser Sachverhalt ist aktuell noch nicht rentabel. Wir empfehlen Ihnen daher, noch abzuwarten. Außerdem wird mit Spannung erwartet, wie der Ausbau von LTE Advanced vorangetrieben wird. Diese Weiterentwicklung soll 1 Gigabit pro Sekunde an Bandbreite liefern.

Abschließend zu diesem Kapitel machen wir Sie darauf aufmerksam, dass nicht jedes Handy LTE-Funk verarbeiten kann. Nur neueste Modelle sind dazu im Stande, und auch hier müssen Sie gut aufpassen. Hier wird offensichtlich, dass der Sachverhalt ein wenig diffiziler ist, als anfangs angenommen wurde. Für LTE gibt es verschiedene Frequenzen und dazugehörige Lizenzen. Das iPhone5 beispielsweise unterstützt zwar LTE, aber nicht die in Österreich vorhandenen Frequenzen.

Empfangsgeräte für mobiles Internet

Zum Abschluss erteilen wir Ihnen noch einen Überblick hinsichtlich der Geräte, die Sie benötigen, um am Web-to-go teilhaben zu können.

Der Klassiker dabei ist wohl der USB-Stick. Wie schon erwähnt, können Sie sich bei diesem Modell zwischen Vertrag und Wertkarte entscheiden. Anschließend erfolgt Installation und Login äußerst unproblematisch. So können den Login auch an verschiedenen Geräten vornehmen. Unterwegs am Laptop und wenn Sie zu Hause sind, womöglich am Laptop des Partners.

Eine weitere populäre Möglichkeit sind Mobiltelefone bzw. Smartphones. Heutzutage verfügt nahezu jedes Modell über die Möglichkeit, ins Web gehen zu können. Die meisten Tarife enthalten entsprechende Leistungen. Oftmals herrscht sogar keine Traffic-Begrenzung mehr vor. Ist Ihr Traffic aufgebracht, so wird die Geschwindigkeit gedrosselt, Sie können jedoch weiter surfen.

Ebenfalls beliebt sind Netbooks oder Tablets, die über eine Mobilfunkschnittstelle verfügen. Mithilfe einer SIM Karte, die Sie bei einem Mobilfunkbetreiber erwerben können, erfolgt die Anbindung an das Internet. Zuhause, auf dem Weg in die Arbeit oder in der Freizeit könnten Sie von überall aus das World Wide Web erkunden.

Abschließend stellen wir Ihnen noch eine interessante Variante vor. Moderne Handys bzw. Smartphones bieten Tethering. Somit lässt sich ein persönlicher Hotspot erstellen, wobei der Login über WLAN erfolgt. Beispielsweise könnten Sie Zusatzpakete bei Ihrem Netzbetreiber für Ihr Handy ordern, um den Traffic auszubauen. Somit sparen Sie sich eine zusätzliche Investition bzw. einen weiteren Vertrag und können trotzdem von überall aus auf das Web zugreifen.

Kontakt