Yesss

Die Welt der Mobilfunkanbieter ist in Österreich sehr groß. Obwohl das Land verhältnismäßig klein ist, kann dabei der Überblick sehr schnell verloren gehen. Zu Anfang müssen zwei verschiedene Sparten unterschieden werden. Die großen Mobilfunkanbieter und die kleineren Diskont-Mobilfunkanbieter, die jedoch durch die Bank den großen Konzernen gehören. Die einen werben mit gutem Service und relativ günstigen Handys zum Vertrag. Die anderen sehen ihre Aufgabe darin, billige Tarife anzubieten. Yesss hat sich auf das billige Dasein fokussiert.

Wechselspiel im Unternehmen

Der Diskont-Mobilfunkanbieter existiert seit dem Jahre 2005, damals noch unter dem Namen eWave Telekommunikation GmbH. Zum damaligen Zeitpunkt war das Unternehmen eine Tochter von Orange Austria. Im Endeffekt gab es also keine eigene Infrastruktur, sondern es war das GSM-Netz von Orange Austria. Wenn man den Angaben des Unternehmens glauben darf, war Yesss 2006 der viertgrößte Mobilfunkbetreiber in Österreich. Im Jahr 2010 wurden 740.000 Kunden gezählt, die zu diesem Zeitpunkt von nur 15 Mitarbeitern betreut wurden. Der Umsatz lag bei 56,4 Millionen Euro. Inzwischen sind 26 Mitarbeiter für Yesss tätig. Anfang 2013 hat sich jedoch eine neue Situation ergeben. Orange Austria wurde an 3 verkauft. Allerdings nicht inklusive des Diskont-Mobilfunkanbieters Yesss. Dieser ging in die Hände von A1 über. Dieser Schritt wurde mitunter sehr kritisch beäugt, da A1 bereits mit bob, dem Hauptkonkurrenten von Yesss, eine Diskontmarke besitzt.

Die Konkurrenz mit bob

Entgegen mancher Erwartungen sieht bzw. sah Yesss nicht tele.ring, sondern vor allem bob als Hauptkonkurrenten. Durch die Übernahme von A1 muss die weitere Entwicklung genauer betrachtet werden. Zumindest scheint festzustehen, dass Yesss weiterhin ein Diskont-Mobilfunkanbieter bleiben wird. Die Tarife von bob wurden jedoch bereits angehoben.

Die gebotenen Leistungen

Ursprünglich wurden nur sehr simple Produkte angeboten, was den meisten Diskont-Mobilfunkanbietern entspricht. Es handelte sich um Prepaid-Tarife, dies einzig Telefonie und SMS-Dienste zuließen. Eine interessante Zusatzleistung ist jedoch die Rufnummernmitnahme. Doch auch Diskont-Mobilfunkanbieter müssen dem Geist der Zeit entsprechen. Seit 2009 kann via GPRS im Web gesurft werden. Bereits zwei Jahre zuvor jedoch wurde ein weitaus interessantes Produkt auf den Markt geworfen. Das mobile Surfen. 2007 konnten Verbraucher über das UMTS- bzw. HSDPA-Netz von Orange surfen. Ebenfalls handelte es sich hierbei um einen Prepaid-Tarif. Im Laufe der Zeit wurde außerdem das Roaming im Ausland ermöglicht, was zu Anfang bei keinem Diskont-Mobilfunkanbieter möglich war.

Der Vertrieb

Der Verkauf der Produkte von Yesss erfolgt relativ simpel. Zum einen über die Webpräsenz. Auf der anderen Seite wird weiterhin über die Diskontkette Hofer vertrieben. Im Gegensatz zu anderen Diskont-Mobilfunkanbietern, wie etwa bob, setzt Yesss kaum bis überhaupt nicht auf Werbung. Die Kosten werden somit auf ein Minimum reduziert. In der heutigen Zeit ist es außerdem ausreichend, wenn eine gut strukturierte Webpräsenz vorhanden ist.

Veränderungen durch die Übernahme von A1

Im Endeffekt hat sich für die Kunden von Yesss kaum etwas verändert. Neu ist, dass nicht über das Orange- bzw. inzwischen 3-Netz telefoniert wird, sondern über das A1-Netz. Für die Kunden gibt es auch nicht die Möglichkeit, direkt von einem Yesss-Tarif zu einem A1-Tarif wechseln zu können. Auch die A1 Ladebons können nicht verwendet werden. Das Unternehmen weist darauf hin, dass weiterhin bei Hofer, im Webshop sowie bei Tankstellen und Trafiken Yesss Ladebons erworben werden können.

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